Es war der 7. Oktober 1992
Vorstandssitzung des noch jungen EC Verbandes Sachsen-Anhalt (das e.V. gab es damals noch nicht). Ich sitze als Bewerber dem Vorstand und seinen Fachberatern gegenüber und versuche, authentisch rüber zu kommen (Stopp: authentisch gehörte damals auch noch nicht zu meinem Wortschatz! Ich wollte einfach nur ECht, sympathisch und interessiert rüberkommen). Nach der kurzen biografischen Vorstellung dann die Fragen aus dem Vorstand, von denen mir eine ganz besonders in Erinnerung geblieben ist: „Wo siehst du die größten Defizite im EC-Verband?“
War das eine Falle? Wie antwortet man da diplomatisch und in Kenntnis des Abhängigkeitsverhältnisses? Ich bin auf dem Dorf ziemlich groß geworden und kannte deshalb die Bauernweisheit, dass man nicht in die Hand beißen sollte, von der man hofft, dass die einen künftig vielleicht füttert.

Meine ehrliche Antwort damals war: „Ich würde die Kommunikation in den Verband hinein als größtes Defizit bezeichnen.“ Auf die Frage, wie ich das begründe, hab ich an die damalige Praxis der Rundbriefe erinnert: Zweimal jährlich wurde ein Brief an die Jugendleiter oder Verantwortlichen vor Ort geschickt, der dann nach der Jugendstunde (mit Bibelarbeit und Gebetsgemeinschaft) vorgelesen wurde. Je nach Persönlichkeitsstil der Vorleser entweder komplett (bei den Gewissenhaften Jugendleitern) oder in knappen Stichpunkten (bei den Dominanten). Die meisten Informationen gingen dadurch verloren – so hab ich dies jedenfalls an 2 unterschiedlichen Orten erlebt.
3 Monate später war ich im ECSA angestellt und etwa 2 Jahre später hatten wir endlich die tEChnischen Voraussetzungen dafür, einen Rundbrief zu erstellen, der mehr als 2 A-4-Seiten umfasste. Der BLICKPUNKT erblickte das Licht der ECSA-Welt. Dabei stand von Anfang an fest, was der BLICKPUNKT nicht sein sollte / konnte oder wollte. Er sollte kein theologisches Fachblatt und keine Bibellesehilfe, aber auch kein beliebiges Klatschblatt sein. Der BLICKPUNKT soll darüber informieren, was im ECSA so passiert ist und passieren wird. Er will zum Leben mit Jesus motivieren, zur Fürbitte ermutigen und das Netzwerk ECSA stärken. Und auch wenn es seit Herbst 1994 eine Unmenge neuer Kommunikationswege gibt, soll das auch weiter so bleiben. Dabei haben wir im letzten Herbst beschlossen, den Berichten mehr Raum zu geben und dafür auf inhaltliche Themen zu verzichten. Und auch die Rubrik „Familiennachrichten“ haben wir eingestellt, damit mehr Platz bleibt um über das zu berichten, was Jesus in unserer Zeit alles tut und was in SEINEM ECSA passierte und passieren wird.
Bitte meldet euch, wenn ihr dazu Anregungen und Wünsche habt, wenn ihr über Erfahrungen berichten oder zu besonderen Veranstaltungen einladen wollt

Geschäftsführer des ECSA

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(Die Zugangsdaten für den Download könnt ihr in der Geschäftsstelle erfragen.)






