Dieses Jahr stand die HALTESTELLE unter dem Motto „behind the scenes“. Es war richtig was los, auf der HALTESTELLE 25 in Bergwitz und über 200 Leute haben eine richtig gute Zeit mit wertvollen Inputs, witzigen Episoden, cooler Musik, durchwachsenen aber letztlich voll passendem Wetter in einer faszinierenden Stimmung erlebt. Überzeug dich selbst:
Dieses Vorhaben wurde mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt.
Als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII (KJHG)
wird der ECSA vom Land Sachsen-Anhalt gefördert und bedankt sich für
diese Unterstützung.
Ein guter Freund von mir promoviert gerade in Physik. Wenn er von seinen Themen erzählt – von Gravitation, schwarzen Löchern und dem Rest des Universums – bin ich ziemlich schnell raus. Ich finde es spannend, keine Frage. Aber verstehen? Schwierig. An einem bestimmten Punkt sitze ich einfach nur noch da und denke mir: „Krass. Was es alles gibt.“ Ob das alles stimmt, kann ich selbst gar nicht beurteilen. Dafür fehlt mir das Know-how. Also bleibt mir nichts anderes, als ihm zu vertrauen. Und darauf zu bauen, dass in der Wissenschaft alles nochmal von anderen geprüft wird, bevor es veröffentlicht wird. Peer-Review heißt das: Menschen, die sich richtig gut auskennen, werfen einen kritischen Blick auf die Arbeit. Fehler, blinde Flecken und unsaubere Argumente werden aufgedeckt – und erst wenn alles solide ist, wird das Ganze wirklich ernst genommen.
Für mich steckt in diesem Prinzip eine starke Wahrheit: Auf der Suche nach dem, was wirklich zählt, sollten wir nicht allein unterwegs sein. Es passiert schneller, als man denkt, dass man sich in seinen eigenen Ideen verheddert oder die Perspektive verliert. Manchmal braucht es jemanden, der ehrlich nachfragt, einen Gedanken hinterfragt oder hilft, die Dinge wieder gerade zu rücken. Gerade heute, in einer Zeit, in der ständig von „Fake News“ und „Medienkompetenz“ die Rede ist, ist das wichtiger denn je. Es ist leicht, sich im Internet in die verrücktesten Theorien einzugraben – und genug Bestätigung dafür zu finden. Und auch im christlichen Bereich gibt es ein riesiges Angebot: Zeugnisse, Podcasts, Predigten, Worship- Events, Livestreams und, und, und. Für jeden Stil und jede Meinung ist etwas dabei. Das ist einerseits richtig stark – weil es zeigt, wie lebendig und vielseitig Glaube heute ist. Aber es fordert uns auch heraus: Wie gehen wir damit um? Wie behalten wir den Überblick? Und wie unterscheiden wir zwischen dem, was wirklich gut und gesund ist, und dem, was vielleicht gut klingt, aber am Ende leer bleibt? „Prüfet alles, behaltet das Gute“ – Paulus hat es einfach auf den Punkt gebracht. Er ruft uns auf, nicht alles sofort zu glauben, sondern ehrlich hinzuschauen. Zu prüfen. Zu hinterfragen. Und dann bewusst das Gute zu behalten – das, was uns näher zu Gott bringt, was Liebe, Hoffnung und echtes Leben wachsen lässt. Zum Glück sind wir nicht auf uns allein gestellt. Wir haben die Bibel als Grundlage. Wir haben den Heiligen Geist, der uns leitet. Und wir haben einander – Freunde, Mentoren, Gemeinden – die uns helfen, dran zu bleiben und auf Kurs zu bleiben. Lasst uns gemeinsam Gedankenanstöße und Perspektiven finden, die wir auf unseren Weg mitnehmen können. Nicht als fertige Antworten, sondern als Einladung zum Prüfen, Entdecken und Wachsen. Viel Spaß beim Lesen – und bleib offen für das Gute!
2. Vorsitzender des ECSA
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Wir leben in einem freien Land, doch was bedeutet das im Alltag?! – Auch wenn ich zur Zeit der Wiedervereinigung Deutsch-lands noch recht jung war, so kann ich mich an die Zeit davor schon erinnern.
Ich hatte damals eine tolle Jacke „kapitalistischer Marke“, die ich von einem Großcousin aus dem Rheinland bekommen hatte (so was gab es im Westpaket, wenn man dort Verwandtschaft hatte, zusammen mit dem Nuss-Nougat-Aufstrich und anderen Köstlichkeiten, die es bei uns nicht gab)! Auf dem Klassenfoto zur Einschulung sollte ich sie ausziehen und weil ich keine hinten stehen. Politisch gesehen, gab es in der DDR zwar auch Wahlen, aber tatsächlich nur eine Möglichkeit zum Ankreuzen – nicht wirklich eine Wahl …
Heute leben wir in einer Demokratie, wo ich die Freiheit habe, zwischen unterschiedlichen politischen Positionen zu wählen, was nicht heißt, dass alle Positionen gleich demokratisch sind. Zum Verständnis: es kann eine Position mehrheitlicher Wunsch sein, aber wenn dadurch politische Ziele verfolgt werden, die Minderheiten benachteiligen und bestrafen, Menschenrechte verletzt oder eingeschränkt werden, dann wird das demokratische Prinzip missbraucht!
Um solchen Bestrebungen vorzubeugen, gilt in der Demokratie auch das Prinzip der Rechtsprechung und die Trennung von Gewaltenteilung, also eine unabhängige Gesetzgebung und Gesetzesausübung. Diese Prinzipien waren es, die in der Zeit des Nationalsozialismus gezielt außer Kraft gesetzt wurden und somit letztlich Millionen Menschen die Freiheit und das Leben gekostet haben. Doch warum erzähle ich euch davon?
Wir haben nun in Kürze wieder ganz konkret die Möglichkeit zu wählen, die unter schiedlichen Parteien und Politiker treten dazu an. Als Gesellschaft haben wir es in der Hand, mit unserer Wahl zu bewahren oder aufzugeben, denn die Freiheit in unserem Land ist ein sehr hohes und wert volles Gut.
Es ist nicht selbstverständlich, meine Meinung frei äußern zu können, meinen Glauben zu leben und ohne Einschränkungen Reisen zu können.
Jesus hat Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Nationen zusammengebracht, Frauen und Männer gleichermaßen. Und obwohl es damals keineswegs selbstverständlich war, hat er sich jedem dieser Menschen persönlich zugewandt. Von dieser Liebe zu alle Menschen können wir im neuen Testament der Bibel immer wieder lesen!
Doch woher kommt diese Liebe? „Also hat Gott die Welt geliebt…“ steht in Johannes 3 Vers 16! Die Liebe Gottes zu uns Menschen hat Jesus in unsere Welt gebracht, auch als Vorbild! Nicht, damit wir uns täglich schlecht fühlen, weil wir es ihm nicht gleich tun können. Sondern als Ausrichtung für unser Handeln, danach zu streben, die Liebe, die wir selbst von Gott empfangen haben, weiterzugeben!
Beim EC wollen wir junge Menschen einladen und nicht ausgrenzen, annehmen und nicht ablehnen, ermutigen und nicht klein machen! Unsere Räume und Angebote sollen diese Liebe Gottes zu uns Menschen widerspiegeln, für ein Leben in Freiheit: „Entschieden für Christus“!
Vorsitzender des ECSA
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In dem Film „Der Schlussmacher“ verdient der Hauptdarsteller sein Geld damit, stellvertretend für andere Beziehungen zu beenden. Sicher gibt es bei jeder und jedem von euch Situationen, wo etwas zu Ende geht oder beendet werden muss?!
Könnt ihr euch noch daran erinnern, als ihr in die Schule gekommen seid? Fakt ist: ohne den Abschluss des Kindergartens keine Einschulung und keine Zuckertüte! Die Grundschule und die ersten Lehrerinnen und Lehrer musste ich ebenfalls hinter mir lassen, um irgendwann die Schullaufbahn zu beenden. Also gehören Abschlüsse bzw. das erfolgreiche Beenden zum Leben dazu.
Natürlich hatten wahrscheinlich die wenigsten Schule wirklich lieb, aber vielleicht gab es ja doch Zeiten, Themen oder Fächer, die ihr gerne gemacht habt. Also zumindest ging es mir so. Wenn mich etwas interessiert hat, wollte ich auch gerne (überspitzt gesagt „in Liebe“) daran weiter lernen. Schule ist nur ein Teilaspekt des Erwachsenwerdens! Und doch bin ich überzeugt davon, dass gerade im liebevollen Beenden solcher Wachstumsprozesse der Erfolg liegt. Seinen Frieden mit Dingen zu finden, sagt man auch! In der Psychologie wird Aktuelles oder Vergangenes aufgearbeitet, um einen Abschluss zu finden. Dabei ist es eine Möglichkeit, sich Themen in Liebe zuzuwenden.
Denn Beenden bedeutet neu anzufangen … In Beziehungen erleben wir, dass anfängliche Verliebtheit irgendwann von ganz alleine aufhört und im Idealfall dauerhafter Liebe weicht – oder eben der Erkenntnis, irgendwie doch nicht zusammenzupassen. Schaffen es dann beide Seiten in Achtung und Wertschätzung füreinander, in Liebe, die Beziehung zu beenden, ist dies für beide Seiten von Vorteil (Win – Win)!
Wenn ich an unsere adventlichen Ausflüge ins Erzgebirge denke, sehe ich dort in den Holzwerkstätten die aufwendigen und filigranen Werkstücke. Ohne ein „in Liebe beenden“ würde keine Figur zur Geltung kommen, sondern in einer Kiste voller Holzrohlinge untergehen. Andere Bauarbeiten, Texte oder leckere Rezepte würden ohne ein „in Liebe beenden“ niemanden erfreuen (mancher Teig schmeckt vielleicht auch roh, aber ist trotzdem nix im Vergleich zum frischgebackenen Plätzchen)!
Auch die Bibel erzählt uns von Situationen mit liebevollem Beenden! Die Apostel Petrus und Paulus teilten sich aufgrund unterschiedlicher theologischer Ansichten die Ausrichtung ihrer Arbeit auf. Auf seinen Missionsreisen zog Paulus nicht einfach nur immer wieder von Ort zu Ort, sondern er musste seine Arbeit an diesen Orten beenden und übergeben, damit es zur eigenständigen Arbeit der Verantwortlichen in den Gemeinden führte. Auch die Reisebegleiter von Paulus wechselten. Statt in Auseinandersetzungen zu geraten, wählten sie ein „in Liebe beenden“!
Beim EC wollen wir jungen Menschen diese Wege des Umgangs miteinander zeigen und vermitteln. Wir wollen bereit sein, Dinge in Liebe zu beenden, um Neugründung und Neubelebung Raum zu schaffen. Unterschiedliche Standpunkte sollen so nebeneinander Platz haben – für ein vielfältiges Leben „Entschieden für Christus“!
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Meine Bürotür steht im Sommer meistens offen. Dadurch bekomme ich die hektischen Klingelversuche bei den Mietern mit. Nicht lange, da klingelt es auch bei mir. „Wer ist da?“, frage ich in die Sprechanlage. „DHL. Nehmen Sie ein Paket für Familie XX an?“, lautet die Antwort. Natürlich stimme ich zu und nehme die Sendung an. Diese Annahme ist ganz einfach, selbst wenn das 5 Tage in der Woche passiert.
Ungleich schwerer ist manche Annahme beim Volleyball (je nachdem, wer der „Absender“ des Balles ist). Der Erstkontakt bei einem gegnerischen Angriff kann manchmal weh tun oder auch richtig schief gehen und direkt zu einem Fehler führen. Bei manchen Spielen bei unseren Volleyball-Turnieren (zum nächsten Turnier laden wir euch auf Seite 10 herzlich nach Wittenberg ein) bin ich froh, am Spielfeldrand stehen zu können und nicht im Annahmefeld, weil ich weiß, dass ich den einen oder anderen Aufschlag oder Schmetterball nie würde annehmen können.
Schwierig ist es für mich auch manchmal, mich selbst anzunehmen. Wenn ich es mal wieder nicht hinbekommen habe und nicht der Mensch war, der ich gerne sein möchte. Kann ich mich noch selbst annehmen – und das auch noch in Liebe und nicht mit Verachtung?
Doch es geht noch schwieriger. Andere Leute in Liebe annehmen. In den meisten Fällen ist das kein Problem – erst recht nicht im EC. Gott sei Dank! Und so könnt ihr in dieser BLICKPUNKT-Ausgabe gespannt nachlesen, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Annahme junger Menschen bei den unterschiedlichen Veranstaltungen der letzten Wochen hinbekommen haben: Bei der diesjährigen Reiterfreizeit zum Beispiel (mehr dazu auf Seite 4). Oder beim EC-Camp des EC-Aschersleben. Auch bei der Jugendbegegnung in Norwegen und dem USB-Camp hat das bestens funktioniert (und selbstverständlich auch bei den Freizeiten und Camps, über die wir hier nicht berichten können, weil uns einfach der Platz dazu fehlt). Dass es jedoch auch anders laufen kann, deutet Emmanuel in seinem Artikel auf den Innenseiten an. Dabei gibt er uns einen wichtigen Hinweis darauf, wie Jesus sich das mit dem „In Liebe annehmen“ gedacht hat und wie es funktionieren kann.
Mal angenommen, du liest die kommenden 10 Seiten aufmerksam durch und freust dich mit uns über das, was Gott uns da geschenkt hat. Was würde das bei dir bewirken? Stimmst du freudig mit ein in den Dank an unseren großen und guten Vater im Himmel? Lässt du dich dazu einladen und herausfordern, dich selbst und deine Nächsten in Liebe anzunehmen – obwohl du und sie so sind, wie sie sind?
Mal angenommen, Manfred Siebald hat Recht, wenn er dichtet: „Nimmst du mich noch einmal an? Herr, ich halte mich daran; ich darf kommen und du stößt mich nicht hinaus. Meine Flucht ist nun vorbei; ich gehör dir wieder neu. Es ist gut, bei dir zu sein, bei dir zu Haus.“? Was für Konsequenzen hätte das für deinen Alltag mit Jesus, mit dir und mit den Menschen um dich herum?
In diesem Sinne viel Freude beim Lesen und viel Segen für dein Annehmen
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Next Level! So war der Titel des diesjährigen USB Camp.
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Sommer, Sonne, Sonnenschein, komm und feiere mit uns das Leben, den Sommer, die Ferien und den, der uns all das ermöglicht. Habe Spaß und Zeit mit deinen Freunden am Strand oder lerne neue coole Freunde kennen beim Geländespiel.